Death Cleaning

Was wäre ein Deadline-Experiment ohne Death Cleaning?
„Aber Mel, was ist denn Death Cleaning?“

Die Ausmist-Taktik und ihr morbider Name stammen aus Schweden: „Döstädning” ist eine Wortkreation aus den schwedischen Wörtern für „sterben“ und „Sauberkeit“ und wurde ins Englische übersetzt als „Death Cleaning“.

Gemeint ist damit der Prozess des Entrümpelns und Aussortierens der eigenen Wohnung vor dem Tod. Dahinter steckt der Gedanke, diesen Prozess nicht den Hinterbliebenen zu überlassen, sondern selbst bewusst Ordnung zu schaffen.

Quelle: Utopia

Meine Minimalismuskarriere hat schon vor einigen Jahren begonnen.
Als Jugendliche ging es bei mir eher in die Richtung Messi. Viel Kram und wenig Lust aufzuräumen.
Als ich dann in meine erste gemeinsame Wohnung zog, hatte ich zwar immer noch relativ viel Kram aber vor dem Umzug schon recht viel aussortiert. Wenn man die Dinge sowieso zum Einpacken in die Hand nimmt, kann man sich direkt auch überlegen, ob man sie überhaupt mitnehmen will.

Im Laufe der nächsten Jahre habe ich dann immer mehr aussortiert, der Höhepunkt dürfte 2017/2018 gewesen sein.
Irgendwann wurde es fast schon zum Wahn, also habe ich es wieder zurückgefahren. Ich entrümpelte nur, um „Hauptsache weniger besitzen“, ohne noch groß darüber nachzudenken. Kistenweise Sachen habe ich verschenkt, verkauft, weggeschmissen.


Jetzt sehe ich das Thema etwas entspannter. „So wenig wie möglich besitzen“ sollte nicht die Prämisse für Minimalismus sein.
Für mich ist Minimalismus zufrieden sein, mit dem was ich besitze.
Vor einem Kauf zu überlegen, ob ich das wirklich brauche oder ob das grade (wieder) eine Übersprungshandlung ist und ich nur schnelle Befriedigung einer „Sucht“ (dazu bald mal mehr) haben möchte.

Früher habe ich viel gekauft, ohne groß darüber nachzudenken ob ich das jetzt wirklich brauche und deswegen lag viel auch nach kurzer Zeit ungenutzt herum. Und wer schon mal versucht hat, nicht-technischen Kleinkram hinterher noch an den Mann zu bringen, der weiß: Lieber gar nicht erst kaufen, ein Verlustgeschäft macht man sonst fast immer.

Die letzte große Entrümpelrunde ist schon eine Weile her, ich hatte in letzter Zeit andere Sorgen und sah auch keinen besonderen Anlass zu entrümpeln.
Nun werde ich mich dem Thema aber nochmal widmen.
Mal sehen, wie viel Zeug dieses Mal gehen darf.

Sarah Dorweiler on Unsplash

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